Renaturierter Emsbereich bald nur noch einseitig begehbar?

Lediglich zur Kenntnisnahme war der Umweltausschuss am Donnerstag, den 14. Juni aufgefordert. Das Betretungsrecht an der renaturierten Ems in Greffen wird sich aber voraussichtlich bald ändern – und hat im Ausschuss für Skepsis gesorgt. Annette Pagenkemper von der unteren Landschaftsbehörde stellte in ihrem Vortrag die Entwicklung des Bereiches entlang der Ems vor und hob die gute Entwicklung des Umfeldes insbesondere für den bedrohten Kiebitz hervor. Diesen gelte es in der empfindlichen Phase von März bis Juni zu schützen, so dass sie ein Betretungsverbot auf der linken, stromabwärtsgerichteten Seite anstrebt. „Das werden die Greffener nicht verstehen. Wenn es so kommt, muss es vorher ausreichend kommuniziert werden“, kommentierte Gerd Schnell von der SPD-Fraktion das Vorhaben. Und auch die Angler müssen ins Boot kommen, denn sie besitzen ein Ausnahmerecht. Die notwendige Beschilderung wurde schon mal vorgestellt und für gut befunden.
Zudem wurden auch die Pflegestandards der öffentlichen Grünflächen thematisiert. Hier wird es im Erscheinungsbild in Harsewinkel zukünftig deutliche Verbesserungen geben. Statt wilden Gestrüpps wird das sogenannte Begleitgrün durch einzelne Hecken, Bäume oder andere Solitäre aufgebessert und die umgebende Fläche mit Rasen bedeckt. Dieses hat nicht nur Vorteile in der Pflege der Grünflächen, sondern kommt auch dem subjektiven Sicherheitsgefühl insbesondere an den Radwegen entgegen.