Doppelte Freude über Ehrenpreis

Renate Müterthies und Sonja Bolte überbringen die frohe Botschaft an Hans und Anita Huesmann. Foto: NW

Harsewinkel. Die Sektgläser klirren, die Freude ist groß: Gleich doppelten Grund zum Feiern gibt es im Hause Huesmann am Remser Weg. Der mit 750 Euro dotierte Theodor-Suer-Preis, den die SPD alljährlich seit 2001 für vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatz vergibt, wird geteilt und geht in diesem Jahr an das Ehepaar Anita und Hans Huesmann.

Mit der Verleihung würdigen die Sozialdemokraten das ehrenamtliche Wirken von Anita Huesmann, die seit vielen Jahren bei den regelmäßigen Blutspenden des DRK-Ortsvereins in verschiedenen Funktionen, so zuletzt in der Anmeldung, zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist die 70-Jährige auch in der Baby-Socken-Strick-Gruppe aktiv. „Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Man trifft dabei viele nette Leute und führt dabei gute Gespräche“, sagte Anita Huesmann.

Ihr Ehemann Hans ist 75 Jahre alt und gelernter Elektriker. Sein Fachwissen und seine langjährigen Erfahrungen bringt der agile Rentner gleich bei zwei Projekten ein: So in der Außenwerkstatt der August-Claas-Schule, deren Elektroabteilung er leitet, sowie als Gründungsmitglied des Fördervereins Sägemühle Meier Osthoff, der sich die Restaurierung des historischen Bauwerks am Abroocksbach zum Ziel gesetzt hat. Unter der Federführung von Hans Huesmann konnte erst kürzlich ein weiterer Meilenstein des ehrgeizigen Projektes abgeschlossen werden: Wie berichtet, wurde nach monatelanger Vorarbeit die Stromerzeugung als Teil eines umfassenden Energiekonzeptes in der Sägemühle aufgenommen.

Die Eheleute Huesmann sind glücklich über die unerwartete Auszeichnung. Von dem Geld wollen sie aber keinen Cent behalten „Wir spenden den gesamten Betrag. Die eine Hälfte geht an die August-Claas-Schule, die andere an das DRK“, verkündete Anita Huesmann im Beisein von Renate Müterthies und Sonja Bolte, die den 14. Preisträgern gestern im Namen der Harsewinkeler SPD zu der Ehrung gratulierten.

Der Theodor-Suer-Ehrenpreis, mit dem die SPD alljährlich an ihren engagierten Mitstreiter erinnert, der in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens bleibende Spuren hinterließ und zu den Gründungsmitgliedern der Harsewinkeler SPD gehörte wird zum 14. Mal verliehen. Die bisherigen Preisträger waren: Die „Grünen Damen“ des St.-Lucia-Hospitals, Alwine Knaack, Werner Bröker, Judith Hassmann, Theo Storck, Peter Großedirkschmalz, die Harsewinkeler Abteilung der „Gütersloher Tafel“, Anna und Dieter Brinkmann, Ingrid Kalze, die Kreativgruppe Harsewinkel, Bernhardine Schulmann sowie im vergangenen Jahr die Hospizbewegung Harsewinkel.

„Wir hatten diesmal besonders viele Vorschläge“, freute sich Renate Müterthies, die gemeinsam mit Sonja Bolte sowie Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide und Theo Suer, Sohn des Namensgebers, die Jury bildet, über die gute Resonanz. Neben den rund 20 Vorschlägen, die in den Vorjahren unberücksichtigt werden mussten, standen diesmal 20 neue Namen auf der Vorschlagsliste. „Trotzdem fiel uns die Wahl nicht schwer. Anita und Hans Huesmann wurden gleich mehrfach genannt“, so Müterthies. Der Theodor-Suer-Preis wird im Herbst im feierlichen Rahmen verliehen. Termin und Veranstaltungsort für die diesjährige Feierstunde stehen allerdings noch nicht fest. Anita Huesmann plant heute schon: „Auf meiner Gästeliste stehen schon 30 Namen“.